
20.05.11
Michael Wärthl am Shisha Pangma
2. Eintrag im Expeditionsbuch
Michael Wärthl, Shisha Pangma (8.013m) Ski-Expedition 2011
Die Mannschaft: Alois Bogenschütz, Rainer Jahn, Hans Stadlmayer und Michi Wärthl
Der zweite Bericht aus dem Basislager:
Der Aufstieg vom Basislager bis zum 6.400 m hoch gelegenen Lager 1 dauert fast 5,5 Stunden. Auf der insgesamt 10 km langen Strecke bis zu unserem Zeltplatz kommen wir ganz schön ins Schwitzen. Ja, da habt ihr richtig gehört! Durch die starke Reflexion kann es bei Windstille in den warmen Kleidern leicht einmal zu gefühlten 30 Grad Lufttemperatur kommen.
Wenn der Wind aufkommt, fühlt es sich gleich an als wären es wie -20 Grad.
Nach einer fröstelnden Nacht im Lager 1 fahren wir zum ersten Mal mit den Ski ab. Der Schnee ist dabei nicht auf unserer Seite. Ohne unsere guten Skischuhe hätten wir auf dem sogenannten Plattenpulver keine Freude. Wir träumen jeden Tag von traumhaftem Pulverschnee.
Wieder zurück im Basislager wartet die nächste Herausforderung auf uns.
Aufgrund der einsetzenden Schneeschmelze droht unser Messzelt im wahrsten Sinne des Wortes wegzuschwimmen. Knöcheltief im kalten Wasser stehend, versuchen wir, Rinnen in den Schnee zu ziehen, um das Wasser abzuleiten.
Unsere Schaufelaktion glückt und so kann das Zelt bleiben wo es ist. Leider müssen wir das Zelt von Alois versetzen, da es komplett geflutet ist.
Danach gönnen Rainer und ich uns erst einmal ein schönes heißes Fußbad.
Die nächsten zwei Tage ist Relaxen angesagt, was Rainer und mir oft einfach zu langweilig ist. Wir schauen uns nach Blöcken zum Bouldern um, die wir dann auch in der Pause zwischen zwei Schneestürmen immer wieder auf neuen Routen erklimmen.
Die Höhe von 5.700 m nimmt uns oft ganz schön die Puste.
Morgen steht unser letzter Ruhetag auf dem Programm, bevor wir unser Lager 2 auf 7.000 m einrichten und dort eine erste Nacht verbringen.
Würde alles planmäßig verlaufen, wären wir für den Gipfelsturm bestens akklimatisiert und gerüstet. Diesen würden wir dann nach ein paar weiteren Boulder-Relax-Tagen wagen.
Bis zum nächsten Eintrag.
Michi Wärthl
Die Mannschaft: Alois Bogenschütz, Rainer Jahn, Hans Stadlmayer und Michi Wärthl
Der zweite Bericht aus dem Basislager:
Der Aufstieg vom Basislager bis zum 6.400 m hoch gelegenen Lager 1 dauert fast 5,5 Stunden. Auf der insgesamt 10 km langen Strecke bis zu unserem Zeltplatz kommen wir ganz schön ins Schwitzen. Ja, da habt ihr richtig gehört! Durch die starke Reflexion kann es bei Windstille in den warmen Kleidern leicht einmal zu gefühlten 30 Grad Lufttemperatur kommen.
Wenn der Wind aufkommt, fühlt es sich gleich an als wären es wie -20 Grad.
Nach einer fröstelnden Nacht im Lager 1 fahren wir zum ersten Mal mit den Ski ab. Der Schnee ist dabei nicht auf unserer Seite. Ohne unsere guten Skischuhe hätten wir auf dem sogenannten Plattenpulver keine Freude. Wir träumen jeden Tag von traumhaftem Pulverschnee.
Wieder zurück im Basislager wartet die nächste Herausforderung auf uns.
Aufgrund der einsetzenden Schneeschmelze droht unser Messzelt im wahrsten Sinne des Wortes wegzuschwimmen. Knöcheltief im kalten Wasser stehend, versuchen wir, Rinnen in den Schnee zu ziehen, um das Wasser abzuleiten.
Unsere Schaufelaktion glückt und so kann das Zelt bleiben wo es ist. Leider müssen wir das Zelt von Alois versetzen, da es komplett geflutet ist.
Danach gönnen Rainer und ich uns erst einmal ein schönes heißes Fußbad.
Die nächsten zwei Tage ist Relaxen angesagt, was Rainer und mir oft einfach zu langweilig ist. Wir schauen uns nach Blöcken zum Bouldern um, die wir dann auch in der Pause zwischen zwei Schneestürmen immer wieder auf neuen Routen erklimmen.
Die Höhe von 5.700 m nimmt uns oft ganz schön die Puste.
Morgen steht unser letzter Ruhetag auf dem Programm, bevor wir unser Lager 2 auf 7.000 m einrichten und dort eine erste Nacht verbringen.
Würde alles planmäßig verlaufen, wären wir für den Gipfelsturm bestens akklimatisiert und gerüstet. Diesen würden wir dann nach ein paar weiteren Boulder-Relax-Tagen wagen.
Bis zum nächsten Eintrag.
Michi Wärthl