
27.04.11
Michael Wärthl am Shisha Pangma
Erster Bericht nach 10 Tagen
Michael Wärthl, Shisha Pangma (8.013m) Ski-Expedition 2011
Die Mannschaft: Alois Bogenschütz, Rainer Jahn, Hans Stadlmayer und Michi Wärthl
Der erste Bericht aus dem Basislager:
Am 15.04. ging alles los.
Eine wie immer etwas nervenaufreibende Anreise stand uns bevor. Das fing schon beim Einchecken in München an. Eine, verhalten ausgedrückt, sehr genervte Dame, wurde von uns noch mehr genervt, als jeder mit ca. 40kg vor ihr stand, bei freien 30kg. Nach langem hin und her gab schließlich die Airline ihr ok.
Von Kathmandu geht es dann weiter zur Tibetischen Grenze. Die Abwicklung mit den Chinesen verläuft erstaunlich unkompliziert, obwohl sämtliches Gepäck - immerhin knapp 1,5 Tonnen - gescannt werden muss und desinfiziert wird. Zum Glück müssen wir unseren guten Schinken und die aus München mitgebrachten Würste nicht abgeben. Da der Tibetisch/Chinesische Grenzort der vielleicht hässlichste Ort ist, den ich kenne, geht es schnell weiter nach Nyalam. Ehrlich gesagt auch nicht viel besser, aber eben besser zum Akklimatisieren. Die Chinesen haben wirklich ganze Arbeit geleistet und diesen so genannten „Highway der Freundschaft“ inzwischen komplett geteert.
In Nyalam, schon auf 3.750m gelegen, beziehen wir den Neubau der Snowlandlodge. Einzige Verbesserung zur alten Lodge ist die fehlende Geruchsbelästigung einer Toilette auf dem Zimmer, sowie fließend heißes Wasser in den Duschen. Die Zimmertemperatur ist immer noch so, wie ich diese in Erinnerung habe: Etwa 5° Celsius. Das Essen ist dafür noch schlechter geworden, so dass wir alle mit Durchfall zu kämpfen haben. Uns stehen vier Tage an diesem „wundervollen“ Ort bevor, um uns mit kleinen Wanderungen bis auf 4.700m an die Höhe anzupassen.
Nach unseren vier Nächten verlassen wir endlich Nyalam zum so genannten Fahrerlager auf 5.000m. Mit zwei Jeeps und einem Laster geht es über den La Lung Leh Pass (5.050m) in knapp drei Stunden zu unserem Ausgangspunkt, einer kleinen Zeltstadt noch weit unterhalb der Shisha Pangma. Dort verbringen wir zwei Nächte und packen unsere Lasten für die Yaks: 1.400 kg Gepäck müssen in den nächsten zwei Tagen ins Basislager auf 5.650m gebracht werden. 400 kg mehr als ursprünglich geplant. Leider heißt das für uns 1300$ extra. Unsere Verhandlungskünste scheitern diesmal leider an der Sturköpfigkeit des Verbindungsoffiziers Nawang.
Gut und gerne 25km sind es nun ins Basislager. Am 25.04. erreichen wir unser neues Zuhause für die nächsten 4 Wochen. Zuerst aber müssen wir unsere kleine Zeltstadt einmal aufbauen, was in dieser Höhe schon sehr anstrengend ist und sich über zwei Tage hinzieht bis wir gemütlich eingerichtet sind.
Am dritten Basislagertag werden wir und unsere Ausrüstung bei der so genannten Puja Zermonie geweiht. Jetzt steht einem sicheren Aufstieg nichts mehr im Weg. Wir haben uns einigermaßen an die Basislagerhöhe gewöhnt. Die nächsten Tage werden wir zum Einrichten des Lager 1 auf etwa 6.300m und dem Erkunden der besten Route nutzen.
Bis zum nächsten Eintrag.
Michi Wärthl
Die Mannschaft: Alois Bogenschütz, Rainer Jahn, Hans Stadlmayer und Michi Wärthl
Der erste Bericht aus dem Basislager:
Am 15.04. ging alles los.
Eine wie immer etwas nervenaufreibende Anreise stand uns bevor. Das fing schon beim Einchecken in München an. Eine, verhalten ausgedrückt, sehr genervte Dame, wurde von uns noch mehr genervt, als jeder mit ca. 40kg vor ihr stand, bei freien 30kg. Nach langem hin und her gab schließlich die Airline ihr ok.
Von Kathmandu geht es dann weiter zur Tibetischen Grenze. Die Abwicklung mit den Chinesen verläuft erstaunlich unkompliziert, obwohl sämtliches Gepäck - immerhin knapp 1,5 Tonnen - gescannt werden muss und desinfiziert wird. Zum Glück müssen wir unseren guten Schinken und die aus München mitgebrachten Würste nicht abgeben. Da der Tibetisch/Chinesische Grenzort der vielleicht hässlichste Ort ist, den ich kenne, geht es schnell weiter nach Nyalam. Ehrlich gesagt auch nicht viel besser, aber eben besser zum Akklimatisieren. Die Chinesen haben wirklich ganze Arbeit geleistet und diesen so genannten „Highway der Freundschaft“ inzwischen komplett geteert.
In Nyalam, schon auf 3.750m gelegen, beziehen wir den Neubau der Snowlandlodge. Einzige Verbesserung zur alten Lodge ist die fehlende Geruchsbelästigung einer Toilette auf dem Zimmer, sowie fließend heißes Wasser in den Duschen. Die Zimmertemperatur ist immer noch so, wie ich diese in Erinnerung habe: Etwa 5° Celsius. Das Essen ist dafür noch schlechter geworden, so dass wir alle mit Durchfall zu kämpfen haben. Uns stehen vier Tage an diesem „wundervollen“ Ort bevor, um uns mit kleinen Wanderungen bis auf 4.700m an die Höhe anzupassen.
Nach unseren vier Nächten verlassen wir endlich Nyalam zum so genannten Fahrerlager auf 5.000m. Mit zwei Jeeps und einem Laster geht es über den La Lung Leh Pass (5.050m) in knapp drei Stunden zu unserem Ausgangspunkt, einer kleinen Zeltstadt noch weit unterhalb der Shisha Pangma. Dort verbringen wir zwei Nächte und packen unsere Lasten für die Yaks: 1.400 kg Gepäck müssen in den nächsten zwei Tagen ins Basislager auf 5.650m gebracht werden. 400 kg mehr als ursprünglich geplant. Leider heißt das für uns 1300$ extra. Unsere Verhandlungskünste scheitern diesmal leider an der Sturköpfigkeit des Verbindungsoffiziers Nawang.
Gut und gerne 25km sind es nun ins Basislager. Am 25.04. erreichen wir unser neues Zuhause für die nächsten 4 Wochen. Zuerst aber müssen wir unsere kleine Zeltstadt einmal aufbauen, was in dieser Höhe schon sehr anstrengend ist und sich über zwei Tage hinzieht bis wir gemütlich eingerichtet sind.
Am dritten Basislagertag werden wir und unsere Ausrüstung bei der so genannten Puja Zermonie geweiht. Jetzt steht einem sicheren Aufstieg nichts mehr im Weg. Wir haben uns einigermaßen an die Basislagerhöhe gewöhnt. Die nächsten Tage werden wir zum Einrichten des Lager 1 auf etwa 6.300m und dem Erkunden der besten Route nutzen.
Bis zum nächsten Eintrag.
Michi Wärthl