
22.09.11
Jens Eilers ist der Gewinner des Salewa Gewinnspiels 2011
Grönland 2011 – Ein Traum wird wahr!Jens Eilers der Gewinner des Salewa Gewinnspiels 2011 berichtet von seiner spannenden Reise nach Grönland:
Jeder kennt die größte Insel der Erde, aber nur sehr wenige wagen sich auf die Insel. Es beginnt mit einer langen Anreise, da man über den Luftweg nur mit einem Zwischenstopp (stayover) via Island nach Grönland gelangt. Der Abend auf Island ist allerdings echt bemerkenswert, da im Sommer tatsächlich das Licht nicht ausgeht und die Isländer sehr freundlich und gut gelaunt sind.
Schon beim Anflug auf Grönland wird man von Millionen Eisschollen und wunderschönen, schneebedeckten Bergen empfangen – sofern die Bewölkung nicht zu dicht ist. In Narsarsuaq darf man dann endlich die Trauminsel betreten. Schon beim Aussteigen kann man die ersten Eisberge im Fjord herumtreiben sehen. Rings herum sieht man felsige Hügel. Nur wenige Kilometer entfernt türmen sich Kilometer hohe Eisberge auf, die in die Fjorde münden. Trotzdem ist hier im südlichen „Inland“ die Außentemperatur sehr angenehm bei ca. 15°C.
Von Narsarsuaq geht es mit einem Zodiac (ca. 60km/h) via Narsaq nach Qaqortoq. Dabei schützen uns die Polarjacken vor den ersten Erfrierungen, da die Temperatur mit jedem Kilometer Richtung Süden/Polarmeer drastisch abnimmt. In Qaqortoq sind es dann am Abend ca. 10°C und das erste Abendessen wird beim Thailänder verspeist … kleine Notlösung wegen Planungspanne. Die Nacht verbringen wir in einem kuscheligen Hostel bei Heidi und am ersten Morgen auf Grönland besteigen wir unseren ersten Hügel (ca. 350m), der uns einen traumhaften Ausblick auf mehrere Fjorde ermöglicht. Mittags geht es mit dem Zodiac weiter nach Alluitsup Paa, wo uns Christy herzlichst in ihrem Hostel empfängt und köstlich verpflegt. Der Abend wird für eine kleine Erkundungstour genutzt.
Am zweiten Morgen regnet es und es ist mittlerweile deutlich kälter (ca. 7°C). Der Regen legt sich kurz bevor wir zu unserem Erkundungsmarsch nach Lichtenau starten. Der Weg ist ein wenig beschwerlich und teils gefährlich, da es an einigen Stellen ca. 50m steil abfällt. Lichtenau ist ein fast ausgestorbenes Dorf, wo heute noch eine Hand voll Menschen lebt. Es ist irgendwie bedrückend und umso mehr freuen wir uns auf unser Zodiac, das uns am Strand zur Weiterreise nach Uunartoq abholt. Auf Uunartoq steht schon ein kleines Camp für uns bereit und wir müssen nur noch unsere Zelte aufbauen und beziehen. Uunartoq ist für seine warmen Quellen (32-35°C) bekannt, die wir nach dem Abendessen ausgiebig nutzten. Das Naturbecken ist recht überschaubar und nicht sehr tief (ca. 50-60cm), aber wenn man erst einmal drinnen ist will man nicht mehr herausgehen! Der Blick aus dem Becken geht direkt auf den mit Eisbergen verzierten Fjord. Im Basecamp kommt in der Nacht eine Schlechtwetterwarnung: „Fön“ mit Regen. Aufgrund der hohen Wellen kann das Zodiac nicht in See stechen und wir bleiben wohl oder übel einen Tag & eine Nacht länger auf Uunartoq. Bei schönem Sturm erklimmen wir beide Hügel der Insel und genießen den Ausblick und das Spiel der Naturgewalten.
Am nächsten Morgen ist die Wetterlage zwar kalt, aber gut und wir reisen weiter via Nanortalik nach Tasiusaq. Es geht wieder zu Fuß weiter und diese Wanderung bringt uns an traumhaft schöne Stellen. Auch unser erster (und letzter) Polarhase läuft uns über den Weg. Wir trinken unser erstes Gletscherwasser und erreichen den Fluss Kuusuaq, der für seinen Fischreichtum bekannt ist. Ein Angler auf der anderen Seite hält gerade einen frisch gefangenen Lachs in der Hand. Der Kuusuaq mündet wieder in den Fjord und dort wartet auch schon unser Zodiac auf uns. Nach einer kurzen Fahrt erreichen wir unser Basecamp für die nächsten 3 Nächte. Der Ausblick und die Lage sind unbeschreiblich, da wir von hohen Bergen umsäumt sind und uns der prächtige Fjord zu Füssen liegt. Nur wenige Meter von den Zelten tost ein Gletscherbach zum Fjord herab. Der mächtigste Berg hinter uns ist der Ulamertorsuaq „Der große Zylinder“. Ein (Alp-)Traum für Freeclimber bzw. Steilwandkletterer. Eigentlich ein Traum, aber das Wetter macht ihn zu einem Alptraum, denn ein Trio russischer Freeclimber wartete schon seit über 3 Wochen darauf endlich die Wand zu erklimmen. Doch auch diese Nacht mussten sie nach ca. 200m abbrechen, da es regnete und der Fels einfach zu glatt wurde. Ihr Basecamp liegt gleich neben unserem Basecamp und am Fuße der Wand (auf knapp 600m ü.NN.) haben sie ein zweites Lager aufgeschlagen. Von hier aus geht es ca. 900m steil nach oben … ein fantastischer Anblick! Abends läuft mir im Basecamp ein Polarfuchs (auch der Einzige für diese Reise) über den Weg und er dreht ein paar Runden um mich herum bevor er zum Fjord herab läuft. In der Nacht fällt erneut starker Regen und der Gletscherbach steigt bedrohlich an. Es führte gestern noch ein kleiner Steg über den Bach … doch heute ist er komplett überspült und wir können unseren heutigen Marsch nicht wie geplant auf der anderen Seite des Baches durchführen.
Die Alternativroute bringt uns nur wenige Kilometer weiter, so dass wir zum Camp zurückkehren und uns mit Spielen & Angeln die Zeit vertreiben. Es ist Jahrzehnte her, dass ich Raubfische geangelt habe … ein Friedfisch ist mir letztes Jahr „versehentlich“ bei einer kleinen Angelvorführung an den Haken gegangen. Umso mehr war ich überrascht wie schnell & einfach einen Lachs in einem so großen Gewässer fangen kann. Nach einigen Versuchen habe ich 5 Lachse gefangen, von denen mir 3 zu klein waren – im Vergleich zu den beiden Prachtstücken. Das Abendessen war gesichert, da auch ein Mitreisender ebenfalls 2 schöne Lachse gefangen hat. Nach den recht einfachen Mahlzeiten der letzten Tage war dies ein echtes Festmahl für alle.
Am Abend habe ich dann das Nest des Seeadlers gefunden, der uns schon am Tag bei seiner Jagd durch seine Rufe aufgefallen ist. Im Nest saß ein Riesenküken … also eher ein fast ausgewachsener Adler. Das „Küken“ machte keinen Mucks. Auch als wir uns dem Felsen näherten worauf das Nest gebaut worden ist. Natürlich hielten wir ordentlich Abstand, damit wir das Küken nicht verschrecken … und damit wir nicht die Aufmerksamkeit der Elterntiere auf uns richten, obwohl eine Adlernarbe am Oberarm sicherlich „cool“ ausschauen würde.
Am nächsten Morgen ging es dann wieder auf die Reise. Zuerst fuhren wir in Richtung Gletscherzunge um dort einen Eindruck von der Größe des Gletschers zu bekommen, der sich ca. 1.500m hoch vor uns aufbaute. Auf dem Rückweg nach Nanortalik staunten wir nicht schlecht als wir die königliche „Yacht“ (ein mondänes Dampfschiff) des dänischen Königpaar trafen. Sie wurde von einer Fregatte eskortiert, die im engen Fjord recht imposant ausschaute. In Nanortalik bezogen wir unser Hostel und hier war das Wetter wieder kalt & nass. Der kleine Ausflug am nächsten Morgen konnte dann auch nicht wirklich überzeugen und wir besuchten das ansässige Museum. Alle freuten sich schon auf den nächsten Tag, denn es wartete unser erster Transfer mit dem Hubschrauber nach Narsaq (via Qaqortoq – also gleich 2 Flüge). Der Flug war genial, da der Hubschrauber so hoch wie nötig flog und wir dadurch die Landschaft und das Meer ausgiebig beobachten konnten. Narsaq ist wirklich kein Ausflugsort und wir schlugen die Wartezeit mit kleinen Rundgängen tot. Dann kam unser Zodiac und es ging endlich weiter (im gewohnten Stil). Wir besuchten einen weiteren Gletscher und tranken einen Kaffeelikör mit echtem Gletschereis – LECKER! Letztendlich erreichen wir Qagsiarsuk, das direkt gegenüber von Narsarsuaq am Fjord liegt. Hier wacht Eric der Rote (in Form einer Statue) über Grönland. Das Hostel ist sehr gut ausgestattet und hier wurden wir erstmalig mit Wal, Seehund, Lachs und anderen ungewöhnlichen Fischsorten verköstigt. Das war sehr lecker und auch interessant, denn wer hat schon einmal Walhaut mit Walspeck gegessen?!? Der letzte Tag zeigte sich von seiner besten Seite. Sonnenschein und knapp über 20°C begleiteten uns auf unserem letzten Ausflug auf Grönland bevor wir ein letztes Mal mit dem Zodiac fahren durften. Der Flug verlief – bis auf die stürmische Landung – sehr ruhig. Auf Island war es leider sehr regnerisch & stürmisch, so dass ein weiterer Abendspaziergang ausfallen musste.
Es war der schönste Naturtrip meines Lebens und ich werde ganz sicher ein zweites/drittes Mal nach Grönland reisen! Am nächsten Morgen ist die Wetterlage zwar kalt, aber gut und wir reisen weiter via Nanortalik nach Tasiusaq. Es geht wieder zu Fuß weiter und diese Wanderung bringt uns an traumhaft schöne Stellen. Auch unser erster (und letzter) Polarhase läuft uns über den Weg. Wir trinken unser erstes Gletscherwasser und erreichen den Fluss Kuusuaq, der für seinen Fischreichtum bekannt ist. Ein Angler auf der anderen Seite hält gerade einen frisch gefangenen Lachs in der Hand. Der Kuusuaq mündet wieder in den Fjord und dort wartet auch schon unser Zodiac auf uns. Nach einer kurzen Fahrt erreichen wir unser Basecamp für die nächsten 3 Nächte. Der Ausblick und die Lage sind unbeschreiblich, da wir von hohen Bergen umsäumt sind und uns der prächtige Fjord zu Füssen liegt. Nur wenige Meter von den Zelten tost ein Gletscherbach zum Fjord herab. Der mächtigste Berg hinter uns ist der Ulamertorsuaq „Der große Zylinder“. Ein (Alp-)Traum für Freeclimber bzw. Steilwandkletterer. Eigentlich ein Traum, aber das Wetter macht ihn zu einem Alptraum, denn ein Trio russischer Freeclimber wartete schon seit über 3 Wochen darauf endlich die Wand zu erklimmen. Doch auch diese Nacht mussten sie nach ca. 200m abbrechen, da es regnete und der Fels einfach zu glatt wurde. Ihr Basecamp liegt gleich neben unserem Basecamp und am Fuße der Wand (auf knapp 600m ü.NN.) haben sie ein zweites Lager aufgeschlagen. Von hier aus geht es ca. 900m steil nach oben … ein fantastischer Anblick! Abends läuft mir im Basecamp ein Polarfuchs (auch der Einzige für diese Reise) über den Weg und er dreht ein paar Runden um mich herum bevor er zum Fjord herab läuft. In der Nacht fällt erneut starker Regen und der Gletscherbach steigt bedrohlich an. Es führte gestern noch ein kleiner Steg über den Bach … doch heute ist er komplett überspült und wir können unseren heutigen Marsch nicht wie geplant auf der anderen Seite des Baches durchführen.
Die Alternativroute bringt uns nur wenige Kilometer weiter, so dass wir zum Camp zurückkehren und uns mit Spielen & Angeln die Zeit vertreiben. Es ist Jahrzehnte her, dass ich Raubfische geangelt habe … ein Friedfisch ist mir letztes Jahr „versehentlich“ bei einer kleinen Angelvorführung an den Haken gegangen. Umso mehr war ich überrascht wie schnell & einfach einen Lachs in einem so großen Gewässer fangen kann. Nach einigen Versuchen habe ich 5 Lachse gefangen, von denen mir 3 zu klein waren – im Vergleich zu den beiden Prachtstücken. Das Abendessen war gesichert, da auch ein Mitreisender ebenfalls 2 schöne Lachse gefangen hat. Nach den recht einfachen Mahlzeiten der letzten Tage war dies ein echtes Festmahl für alle.
Am Abend habe ich dann das Nest des Seeadlers gefunden, der uns schon am Tag bei seiner Jagd durch seine Rufe aufgefallen ist. Im Nest saß ein Riesenküken … also eher ein fast ausgewachsener Adler. Das „Küken“ machte keinen Mucks. Auch als wir uns dem Felsen näherten worauf das Nest gebaut worden ist. Natürlich hielten wir ordentlich Abstand, damit wir das Küken nicht verschrecken … und damit wir nicht die Aufmerksamkeit der Elterntiere auf uns richten, obwohl eine Adlernarbe am Oberarm sicherlich „cool“ ausschauen würde.
Am nächsten Morgen ging es dann wieder auf die Reise. Zuerst fuhren wir in Richtung Gletscherzunge um dort einen Eindruck von der Größe des Gletschers zu bekommen, der sich ca. 1.500m hoch vor uns aufbaute. Auf dem Rückweg nach Nanortalik staunten wir nicht schlecht als wir die königliche „Yacht“ (ein mondänes Dampfschiff) des dänischen Königpaar trafen. Sie wurde von einer Fregatte eskortiert, die im engen Fjord recht imposant ausschaute. In Nanortalik bezogen wir unser Hostel und hier war das Wetter wieder kalt & nass. Der kleine Ausflug am nächsten Morgen konnte dann auch nicht wirklich überzeugen und wir besuchten das ansässige Museum. Alle freuten sich schon auf den nächsten Tag, denn es wartete unser erster Transfer mit dem Hubschrauber nach Narsaq (via Qaqortoq – also gleich 2 Flüge). Der Flug war genial, da der Hubschrauber so hoch wie nötig flog und wir dadurch die Landschaft und das Meer ausgiebig beobachten konnten. Narsaq ist wirklich kein Ausflugsort und wir schlugen die Wartezeit mit kleinen Rundgängen tot. Dann kam unser Zodiac und es ging endlich weiter (im gewohnten Stil). Wir besuchten einen weiteren Gletscher und tranken einen Kaffeelikör mit echtem Gletschereis – LECKER! Letztendlich erreichen wir Qagsiarsuk, das direkt gegenüber von Narsarsuaq am Fjord liegt. Hier wacht Eric der Rote (in Form einer Statue) über Grönland. Das Hostel ist sehr gut ausgestattet und hier wurden wir erstmalig mit Wal, Seehund, Lachs und anderen ungewöhnlichen Fischsorten verköstigt. Das war sehr lecker und auch interessant, denn wer hat schon einmal Walhaut mit Walspeck gegessen?!? Der letzte Tag zeigte sich von seiner besten Seite. Sonnenschein und knapp über 20°C begleiteten uns auf unserem letzten Ausflug auf Grönland bevor wir ein letztes Mal mit dem Zodiac fahren durften. Der Flug verlief – bis auf die stürmische Landung – sehr ruhig. Auf Island war es leider sehr regnerisch & stürmisch, so dass ein weiterer Abendspaziergang ausfallen musste.