
24.08.11
Michael Wohlleben im Interview - 3 Zinnen
Hintergründe, Info zu seinem neuen Projekt bei den Drei ZinnenMichi, was macht dein neues Projekt in den Dolomiten so besonders?
Das Projekt war, die Route Camilotto-Pellisier an der Großen Zinne Nordwand frei zu klettern.
Sie wurde schon 1968 erstbegangen und dem entsprechend besteht die Absicherung auch aus sehr altem Hakenmaterial.
Wie hast du dich auf dieses Projekt vorbereitet?
Ich habe schon schnell nach der Eiger Speedbegehung wieder mit Felsklettern begonnen. Das Zwischenziel war dann eine 11- im Klettergarten zu klettern. Das gelang mir dann Mitte April. Da Camilotto 6 schwere Seillängen, 2x 10-, 1x 9+, 1x9, 1x 9- und eine 8 hat, musste ich dann meine Ausdauer ausbauen. Das alles geht nur mit sehr viel hartem Training, 2 Tage Training mit jeweils 2 Einheiten, dann ein Ruhetag mit joggen und wieder von vorne....
Wie fängst du einen Tag, an dem große Herausforderungen im Klettern auf dich warten?
Zuerst brauche ich einen Kaffee, den machen wir sogar immer mit Milchschaum...dann werden die Sachen gepackt und dann geht’s los.
Warst du dir die ganze Zeit sicher, dass dein Vorhaben erfolgreich sein wird?
Naja. Zuerst wäre es ja fast am Wetter gescheitert. Und dann kurz vor dem Einstieg spürt man eine gewisse Nervosität aber der ist gut, der bringt die nötige Konzentration. Aber als es dann losging liefen die ersten Meter noch schlecht, auch weil es sehr kalt war. Da zweifelt man dann schon, ob es gelingen wird. Aber dann kam ich in den Flow- und es fühlte sich relativ leicht an.
Was sind die größten Feinde eines Kletterers?
Die Kälte. Die lässt die Finger steif und unbeweglich werden. Aber auch wenn die eigene Kraft irgendwann versagt....(darf nicht passieren :-)
Kannst du das Gefühl beschreiben, das du auf dem Gipfel hattest?
Es war sehr befreiend, als ich dann am Stand der 6. Seillänge stand und alle Seillängen in der Tasche hatte. Da wird das ganze Training, die ganze Arbeit belohnt und man ist einfach nur glücklich! Der Rest zum Gipfel war dann das Sahnehäubchen
Das Projekt war, die Route Camilotto-Pellisier an der Großen Zinne Nordwand frei zu klettern.
Sie wurde schon 1968 erstbegangen und dem entsprechend besteht die Absicherung auch aus sehr altem Hakenmaterial.
Wie hast du dich auf dieses Projekt vorbereitet?
Ich habe schon schnell nach der Eiger Speedbegehung wieder mit Felsklettern begonnen. Das Zwischenziel war dann eine 11- im Klettergarten zu klettern. Das gelang mir dann Mitte April. Da Camilotto 6 schwere Seillängen, 2x 10-, 1x 9+, 1x9, 1x 9- und eine 8 hat, musste ich dann meine Ausdauer ausbauen. Das alles geht nur mit sehr viel hartem Training, 2 Tage Training mit jeweils 2 Einheiten, dann ein Ruhetag mit joggen und wieder von vorne....
Wie fängst du einen Tag, an dem große Herausforderungen im Klettern auf dich warten?
Zuerst brauche ich einen Kaffee, den machen wir sogar immer mit Milchschaum...dann werden die Sachen gepackt und dann geht’s los.
Warst du dir die ganze Zeit sicher, dass dein Vorhaben erfolgreich sein wird?
Naja. Zuerst wäre es ja fast am Wetter gescheitert. Und dann kurz vor dem Einstieg spürt man eine gewisse Nervosität aber der ist gut, der bringt die nötige Konzentration. Aber als es dann losging liefen die ersten Meter noch schlecht, auch weil es sehr kalt war. Da zweifelt man dann schon, ob es gelingen wird. Aber dann kam ich in den Flow- und es fühlte sich relativ leicht an.
Was sind die größten Feinde eines Kletterers?
Die Kälte. Die lässt die Finger steif und unbeweglich werden. Aber auch wenn die eigene Kraft irgendwann versagt....(darf nicht passieren :-)
Kannst du das Gefühl beschreiben, das du auf dem Gipfel hattest?
Es war sehr befreiend, als ich dann am Stand der 6. Seillänge stand und alle Seillängen in der Tasche hatte. Da wird das ganze Training, die ganze Arbeit belohnt und man ist einfach nur glücklich! Der Rest zum Gipfel war dann das Sahnehäubchen