Nothing feels better than blood on blood, 8c+
Von: SalewaTeam | 31.08.2011 | 1531 Aufrufe
Kurz, steil und schwer, so mag ich meine Projekte. Zufall oder Schicksal -- wer weiß das schon so genau. Im Herbst 2010 machte ich mich wieder einmal auf die Suche nach neuen, schweren Linien, am besten auf noch unberührtem Fels. Die Suche hatte ein Ende, als ich vor der kleinen aber äußerst feinen Wand in Scharfling stand. Die Entscheidung fiel schnell: Diese Chance lass ich mir nicht entgehen. Einen Tag später gings schon frühmorgens los mit Putzen, Bohren und Auschecken. Schnell war klar: dieses Projekt ist, wie ich meine Projekte mag: kurz, steil und richtig schwer. Dann kam die Phase, die wohl jeder Kletterer kennt: warten, bis es kühler wird, warten, bis es wärmer wird, warten, bis es trockener wird... und dazwischen jede mögliche Minute zum Auschecken nützen. Doch es hat sich gelohnt: Im April konnte ich die Tour erstbegehen und den Edding zücken. „Nothing feels better than blood on blood" ist wohl eine der besten Touren, die ich jemals geklettert bin. Und das sage ich nicht nur, weil sie von mir ist... Kurz darauf gelang Birgit am selben Fels ihre Erstbegehung „ Gib den Tiger in den Tank" (7a) und mir noch der weiteste Kreuzzug den ich je gemacht habe. Daraus wurde dann die Erstbegehung von „European Deathknot" (8c). Markus Eder