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Gründung in einem Münchner Hinterhof

Josef Liebhart gründet am 8. Juli 1935 die SALEWA GmbH in München. Während der Kriegsjahre stellt die Firma verschiedene Leder- und Textilprodukte, erste Rucksäcke mit Stahlrohrgestell und Haselnuss-Skistöcke her. Mit der grossen Nachfrage nach Skistöcken im Winter 1952/53 gelingt SALEWA im Sportbereich erstmals ein Durchbruch.


Die Anfänge als Bergsportanbieter

1955 unterstützt SALEWA eine Anden-Expedition in die Cordillera Blanca und etabliert sich damit im Bergsport. Eisausrüstung, Eispickel und Steigeisen werden in das Programm der SALEWA-Bergsportabteilung aufgenommen. 1962 wird ein voll verstellbares Leichtsteigeisen entwickelt und produziert. Erstmals kann der eigene Führungsanspruch im Bereich Hartwaren wahrgenommen werden. 1978 erfolgt ein entscheidender Ausbauschritt: Die Produktepalette wird um Funktionsbekleidung erweitert. 1979 bündelt SALEWA all seine Produkte unter einem gemeinsamen Logo: Der SALEWA-Adler wird als Logo geschaffen und steht fortan Pate für die unverwechselbare Qualität der Produkte.

SALEWA erobert die internationalen Märkte

Nachdem 1982 SALEWA Österreich gegründet wird, baut die Geschäftsführung die internationale Struktur und Exportverbindungen nach ganz Europa, den USA, Japan bis hin nach Neuseeland auf. Der italienische Importeur Heiner Oberrauch übernimmt mit seiner Oberalp-Gruppe die Marke SALEWA und führt sie zum Erfolg. Die sieben wichtigen europäischen Märkte Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Polen, Schweiz und Spanien werden durch eigene Gesellschaften betreut, in etwa 30 weiteren Ländern arbeitet die SALEWA-Gruppe mit Agenten und Importeuren.
 
Führungsanspruch von Marke und Produkt

Mit Beginn des neuen Jahrtausends hat die Marke SALEWA eine neue Dimension erreicht. Dies zeigt sich im Aufbau eines eigenen Athleten-Kaders, dem internationalen SALEWA alpineXtrem Team ebenso wie in der Entwicklung und kontinuierlichen Verbesserung von Spitzenprodukten.

Im Winter 2009/10 präsentiert die Bergsportmarke eine Bekleidungslinie, die im Weltmarkt ihres gleichen sucht: alpineXtrem Pro. Nach unzähligen Entwicklungs- und Teststunden, nach hunderten von Überarbeitungen, nach Härtetests in der Nordwand des Eiger, in den Granit- und Eiswänden der Taku Towers in Alaska sowie beim Höhenbergsteigen an der Ama Dablam in Nepal präsentiert der alpineXtrem pro Kader das Ergebnis: acht Herren-, sechs Frauen- sowie drei Unisex-Modelle, entworfen von Profis für Profis, produziert für den ultimativen, tagtäglichen und professionellen Einsatz am Berg.

Führung zeigt sich in einer einzigartige Produktlinie, Führung demonstriert eine Marke auch durch ihre Gesamterscheinung, regional, national und international. Bis Herbst 2011 entsteht in Bozen ein neues SALEWA Headquarter, das weit über die Grenzen Südtirols hinaus Maßstäbe setzt. Maßstäbe in Bezug auf Architektur ebenso wie in Bezug auf Konzeption und Umgang mit der Erlebniswelt, die eine Bergsportmarke ihren Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern erschließen kann. Integriert in das Gesamtkonzept entsteht eine neue Kletterhalle, die mit 2.000m2 Kletterfläche und einer Höhe von 24m die größte Italiens wird. Doch nicht nur in ihrem räumlichen Dimensionen, auch durch neue Ideen und Ansätze wird sie überzeugen, zum Beispiel mit ihrem riesigen Öffnungsportal für optimale Frischluftzufuhr und einer hinterlüfteten Fassade für einen möglichst guten Klimahaushalt.

1935
Josef Liebhart gründet am 8. Juli 1935 die SALEWA GmbH in München.


1939
Während der Kriegsjahre stellt die Firma verschiedene Leder- und Textilprodukte, erste Rucksäcke mit Stahlrohrgestell, Skistöcke aus Haselnussholz und schließlich aus Leichtmetall her.


1945
Nach Kriegsende ist das wirtschaftliche Überleben schwierig. Im Auftrag der amerikanischen Militär-Regierung werden im Rahmen eines Flüchtlings-Beschaffungs-Programms tausende von Matratzen hergestellt.


1948
Mit der Währungsreform am 21. Juni 1948 beginnt für Westdeutschland und für SALEWA ein Neuanfang. Einige Jahre werden als Hauptumsatzträger Phototaschen für AGFA produziert.


1952
Im Winter gelingt ein erster Durchbruch im Sportbereich, als die Nachfrage nach Skistöcken förmlich explodiert. Bei SALEWA wird mit großem Einsatz in Überstundenschichten gearbeitet. Gleichzeitig startet SALEWA eigene  Großhandelsaktivitäten. Es werden SILVRETTA Skibindungen, norwegische HICKORY-Skis, Skizubehör, Skiwachs, Brillen und Werkstattartikel vertrieben.


1953
Neben Rucksäcken werden auch Lederfußbälle und Motorrad-Tanktaschen in das Produktionsprogramm aufgenommen. Skistöcke werden zunehmend zum Hauptumsatzträger.


1955
SALEWA unterstützt die Anden-Expedition des nachmaligen langjährigen SALEWA-Geschäftsführers Hermann Huber in die Cordillera Blanca und etabliert sich damit im Bergsport. Speziell für diese Expedition wird der Großrucksack ANDEN mit flexibler Innenrahmenkonstruktion entwickelt. Eisausrüstung, Eispickel und Steigeisen werden in das Programm der SALEWA-Bergsportabteilung aufgenommen.


1956
SALEWA nimmt eine kleine Skifabrik in Betrieb und produziert die Jugendskimarke SPERBER. Mit dem deutschen Hersteller EDELRIED wird im gleichen Jahr eine Zusammenarbeit im Bereich Bergseile beschlossen.


1962
Ein entscheidender Schritt gelingt mit der Entwicklung und Produktion des voll verstellbaren SALEWA-Classic-Leichtsteigeisens. Dieses patentierte Steigeisen setzt völlig neue Standards und ist bis heute eines der erfolgreichsten Steigeisen geblieben. Erstmals kann der eigene Führungsanspruch im Bereich Hartwaren wahrgenommen werden.


1964
In dieser Zeit öffnen sich alle Exportmärkte für SALEWA. Die Marke erfährt weltweite Anerkennung als führender Innovator im Hartwaren-Bereich. SALEWA erfindet die Rohreisschraube - ein Produkt, das mittlerweile zum Industriestandard geworden ist. 


1970
Der Fortschritt in der Rucksacktechnologie wird von SALEWA mit dem langjährigen Erfolgsmodell MONT BLANC vorangetrieben. Das Modell kommt mit einem frühen „Baukasten-System“. SALEWA erfindet den Hohl-Karabiner der zum neuen Standard für Leichtgewichtsprodukte avanciert. SALEWA erreicht eine dominierende Marktposition im Bereich Bergsport-Hartwaren.


1975
Es erfolgt eine wichtige Weichenstellung: SALEWA wird vom reinen Bergsportspezialisten zum Gesamtanbieter für Outdoor-Aktivitäten wie Trekking und Wandern.


1978
SALEWA führt das Sierra-Kuppelzelt in den Markt ein, dessen Nachfolgemodell Sierra Leone in seiner ständig weiterentwickelten Form auch heute noch eines der beliebtesten und meisterverkauften Leichtgewichts-Trekkingzelte am Markt ist. Im gleichen Jahr bringt SALEWA als einer der ersten Anbieter überhaupt erste Textilien mit Goretex-Membran. Gleichzeitig importiert SALEWA als Pionier hochqualitative Daunenprodukte aus der Volksrepublik China, die einen beachtlichen Markterfolg bringen.


1979
Der SALEWA-Adler wird als Logo geschaffen und steht fortan symbolhaft für die Qualität der Produkte.


1980
Ein Rekordjahr mit 40% Umsatzsteigerung. Es wird erstmals Fleece-Bekleidung produziert, die sofort zu einem grossen Verkaufserfolg wird.


1982
Nachdem 1982 SALEWA Österreich gegründet wird, baut die Geschäftsführung die internationale Struktur und Exportverbindungen nach ganz Europa, den USA, Japan bis hin nach Neuseeland auf.


1983
Heiner Oberrauch übernimmt mit seiner Oberalp-Gruppe und zusammen mit Siegfried Messner (Reinhold Messners Bruder) den Vertrieb der Marke SALEWA in Italien und verleiht ihr neue Schlagkraft.


1985
Siegfried Messner verunglückt tödlich durch einen Blitzschlag am Stabeler Turm. Der Bergführer Edy Gänsbacher übernimmt die Verkaufs- und Marketingleitung. SALEWA avanciert zum Marktführer in Italien.


1986
In dieser Zeit beginnt die erfolgreiche Zusammenarbeit mit weltbekannten Alpinisten wie Reinhold Messner, Christoph Hainz und Kurt Albert. Viele neue Produkte werden entwickelt und auf Expeditionen getestet, um dem Leitspruch von SALEWA gerecht zu werden: Qualität ist der Maßstab unseres Handelns.


1988
SALEWA Sport GmbH – München zieht in ein neues Betriebsgelände in Aschheim östlich der Stadt um.


1990
Im April übernimmt Heiner Oberrauch mit seiner Oberalp-Gruppe die Führung und Kontrolle der Marke SALEWA.


1994
Der Leitspruch „half weight - double resistance“ wird als Forschungsziel definiert. Bei einigen Produkten gelingt es SALEWA, das Gewicht zu halbieren und gleichzeitig die Festigkeit und Haltbarkeit zu erhöhen. Basis dafür ist die Zusammenarbeit mit Universitäten und Forschungsinstituten.


1997
Der Klettersteig-Karabiner ATTAC wird entwickelt und revolutioniert das Klettersteiggehen. Die Sicherheit wird maximiert, die Produkthandhabung wesentlich vereinfacht.


1998
SALEWA erkennt als eines der ersten Unternehmen der Branche die Möglichkeiten des Internets und lanciert die Website www.salewa.it.


1999
SALEWA übernimmt den deutschen Bindungsspezialisten SILVRETTA und investiert in einen Relaunch. Als erstes Resultat wird die neue Bindung Easy go 555 lanciert. SALEWA startet eine intensive Zusammenarbeit mit der Schweizer Rettungsflugwacht REGA.


2001
Sehr früh hat SALEWA den Trend zu immer noch leichteren Produkten erkannt. Bereits 1994 wird der Leitspruch „half weight – double resistance“ zum Forschungsziel erklärt. 2001 forciert SALEWA die Forschungsarbeiten weiter und entwickelt eine eigene Leichtgewichts-Kollektion. Vorzeigeprodukte dieser Linie sind unter anderen die Leichtgewichte Helium-Helm mit nur 250g, Sub 33-Karabiner mit 33g und das Ultra Jacket mit nur 350g.


2003
SALEWA ist weiter auf Erfolgskurs und gründet in Frankreich und Spanien eigene Länderniederlassungen. Damit ist der Alpin- und Outdoorsportanbieter erstmals in allen wichtigen europäischen Märkten mit Tochtergesellschaften präsent.


2005
Innovation bleibt unser Ziel: SALEWA präsentiert eine neue Tunnelzeltserie in Omega-Form. Die erstaunliche Standfestigkeit und der großzügige Innenraum zeichnen alle vier neuen Tunnelzelte aus. Revolutionär ist die Seitenventilation, die das Lüftungsproblem aller konventionellen Tunnelzelte genial einfach löst.
Auch im Textilbereich beschreitet SALEWA neue Wege: Als einziger Bergsportartikel-Hersteller bietet SALEWA funktionelle Kleidungsstücke aus der Ingeo®-Faser an. Die aussergewöhnliche Faser wird aus Maisstärke hergestellt, ist hoch funktionell und weist eine außergewöhnliche Umweltbilanz auf.
SALEWA verfolgt konsequent seine langfristige Geschäftstrategie und macht mit der Gründung der Geschäftseinheit Schuhe den letzten Schritt zum Komplettanbieter. Mit Mario Sartor und Antonio Dus können zwei der weltweit erfahrensten Spezialisten für das Projekt gewonnen werden.


2006
Auf der internationalen Sportfachmesse OutDoor in Friedrichshafen wird die erste SALEWA Schuhkollektion mit der aussergewöhnlichen 100% Blisterfree Garantie präsentiert. Die Schuhkollektion umfasst insgesamt drei Linien: alpine eXperience für anspruchsvolle Wanderer und Trekker, 5continents für qualitätsbewusste Reisende und La Mano Freizeitschuhe für trendorientierte Kletterer und Outdoorsportler. Das Echo ist sehr gross – bereits in der ersten Saison werden über 50000 Paar SALEWA Schuhe verkauft.


2007
Die SALEWA-Gruppe gründet in den USA eine Niederlassung, um den nordamerikanischen Markt in Zukunft noch besser mit den drei Leadermarken Dynafit, silvretta und SALEWA bedienen zu können. Damit macht Europas führender Bergsport-Multispezialist einen wichtigen Schritt in seiner Vorwärtsstrategie. Die neue Niederlassung ist in Boulder/Colorado angesiedelt, damit die Marken möglichst nah am Puls der Alpin-Community sind.
In weiteren wichtigen Exportmärkten erfolgen entscheidende Weichenstellungen. Im bedeutendsten asiatischen Outdoor-Markt Korea sind zusammen mit einem nationalen Partner 44 SALEWA-Shops eröffnet worden, weitere 16 Shops sollen folgen.
In Polen wird eine Tochtergesellschaft gegründet, um diesen traditionsreichen Alpinsportmarkt noch besser bedienen zu können.

2009
Auf der ISPO Winter 2009/10, der größten Sportartikelmesse der Welt, präsentiert SALEWA eine Produktlinie, die in Bezug auf ihre Kompromisslosigkeit international Maßstäbe setzt. 12 der besten Alpinisten, Bergsport- und Materialexperten haben innerhalb von zwei Jahren Bekleidung entwickelt, die mehr ist als eine neue Kollektion. alpineXtrem pro ist die Manifestation eines Wunsches, den es gibt, seit Menschen auf Berge steigen: der Wunsch nach der ultimativen Bekleidung. Was braucht ein Profi-Alpinist, um in extremer Umgebung extremes zu leisten? Die Antwort findet sich in jedem Teil von SALEWA alpineXtrem pro.

Im Juli 2009 erfolgt der erste Spatenstich zum neuen SALEWA Headquarter in Bozen, das mehr als 100 Mitarbeitern von SALEWA und der gesamtem OBERALP Gruppe ein zeitgemäßes Zuhause bietet. Doch nicht nur an Arbeit denkt man in Südtirol. Zeitgleich zum neuen Firmensitz entsteht in das Projekt integriert die von den Stararchitekten Cino Zucchi und Park Associati konzipierte größte Kletterhalle Italiens.


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